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Jeden Sonntag bin ich vormittags im Kolpinghaus Gemeinsam Leben und bringe BewohnerInnen von den Stationen zum Gottesdienst in den Gebetsraum. Eine Frau taucht beim Weihwasserbrunnen ihre Finger in das Wasser und macht das Kreuzzeichen auf die Stirn. Dann taucht sie nochmals die Finger ein und mit unerwarteter Behändigkeit und Treffsicherheit ich stehe ja hinter ihrem Rollstuhl macht sie auch mir ein Kreuzzeichen auf die Stirn.
Eine für mich sehr berührende Geste, die mich an meine Mutter erinnert: Alle guten Wünsche der Mutter für mich liegen in diesem Segenszeichen.
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Das Evangelium und die Predigt über das Beten ergänzen diese Begebenheit und ich gehe an diesem Sonntag in ganz besonderer Art und Weise getröstet nach Hause, mit dem Gefühl, meine Mutter betet im Himmel für mich und auf Erden gibt es Frauen, die sie vertreten.
Irene Tillinger
Ehrenamtliche Mitarbeiterin im Haus
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