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Ein festlicher Ausklang des Jahres 2007 sollte es für meine Freundin und mich werden. Bei einem Einkaufsbummel in der Adventzeit kamen wir bei den „Kammerspielen“ vorbei und kauften spontan Karten für die Silvestervorstellung von „Miss Daisy und ihr Chauffeur“.
Louise Martini, selbst schon 76 Jahre alt, spielt in diesem Drei-Personen-Stück die Rolle der Miss Daisy. Zu Beginn des Stücks ist Miss Daisy bereits über 70 Jahre alt und fährt ihr Auto zu Schrott. Ihr Sohn engagiert daraufhin den Schwarzen Hoke als Chauffeur. Miss Daisy ist überzeugt, keine Unterstützung zu brauchen und hat Vorurteile gegenüber Schwarzen. Entsprechend kühl und abweisend begegnet sie anfangs Hoke, der immer wieder Kompromisse anbietet, um seiner Aufgabe, aber auch Miss Daisy, gerecht zu werden. Durch sein entgegenkommendes Verhalten ver-bessert sich die Stimmung zwischen den beiden und entwickelt sich zu einer Freundschaft, wo einer dem anderen hilft. Miss Daisy, eine pensionierte Lehrerin, unterrichtet den Analphabeten Hoke im Lesen.
Der Bombenanschlag auf die Synagoge von Atlanta sensibilisiert Miss Daisy aufgrund ihrer eigenen guten Erfahrung auch für die Aufhebung der Rassentrennung. Am Ende verbringt Miss Daisy, mehr als 20 Jahre gealtert, ihre Tage im Altersheim, und Hoke besucht sie dort.
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Oft fällt es schwer, zu akzeptieren, dass diverse Fähigkeiten im Laufe der Jahre abnehmen. Ich wünsche allen zumindest einen Menschen, der machbare Kompromisse und Unterstützung anbietet und geduldig wartet, bis das angenommen werden kann.
Alte Menschen haben größere Le-benserfahrung und aufgrund ihres früheren Berufs (Haushalt ist eine richtige Managementaufgabe) Wissen und Kenntnisse, die jüngere nicht haben. Ich wünsche mir, dass alle durch die Weitergabe dieser Erfahrungen an die nächste Generation Freude erfahren und durch gegenseitige Unterstützung vielleicht auch Freundschaft entsteht.
Ich würde mich freuen, wenn der Film, der 1990 mit vier Oscars ausge-zeichnet wurde, einmal im „Kolping-Kino“ zu sehen ist.
Irene Tillinger, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Kolpinghaus
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