Echte Ökumene

Diakonie-Mitarbeiterin Heidrun Langer über Ökumene, Liebe und Toleranz im Kolpinghaus „Gemeinsam leben“ in Wien-Favoriten.

Liebe Frau Langer, was hat sie dazu bewogen, sich bei uns mit so viel Engagement – Sie gestalten z.B. unseren Karfreitags-Gottesdienst – zu einzubringen?

Den Weg ins Kolpinghaus habe ich über die evangelische „Gnadenkirche“ hier im 10. Bezirk gefunden. Ich wollte in der Diakonie unserer Gemeinde mitarbeiten, und da ich auch beruflich lange Zeit mit und für SeniorInnen tätig war, hat sich der Besuchsdienst im Kolpinghaus perfekt angeboten.

Wie werden Sie als Mitglied der evangelischen Glaubensgemeinschaft von unseren katholischen BewohnerInnen angenommen? Ist gelebte Ökumene hier bereits zu einem selbstverständlichen Teil des Alltags geworden?

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich auch nur ein einziges Mal eine negative Haltung mir gegenüber erfahren hätte. Aber ich erinnere mich noch sehr gut, dass eine katholische Hausbewohnerin, die eine nahe Verwandte verloren hatte, mich mehrmals darum ersuchte, mit ihr zu beten. Und auch der Karfreitags-Gottesdienst, den wir mit Pfarrer Thomas Dopplinger von der Gnadenkirche hier im Kolpinghaus feiern, wird, so mein Eindruck, von allen BewohnerInnen mit großer Freude miterlebt.

Was fällt Ihnen spontan ein, wenn Sie den Stellenwert von Liebe, Glaube, Hoffnung und Toleranz in unserem Kolpinghaus „Gemeinsam leben“ charakterisieren wollten?

Ich kann hier gar nicht alle Menschen anführen, die in diesem Haus dazu beitragen, dass die Liebe einen hohen Stellenwert hat. Und da ich Glaube nicht ohne die Liebe sehen kann, fallen mir dazu gleich die behutsame, seelsorgliche Betreuung und die einfühlsame Sterbebegleitung ein. Beim Wort Hoffnung denke ich zuerst an die MUKI-Wohnungen, wo versucht wird, Müttern und Kindern in schwierigen Situationen die Hoffnung zu geben, dass das Leben auch für sie Gutes bereit halten wird. Und bei Toleranz fällt mir ein: Das Zusammenleben von Menschen verschiedener Generationen und Kulturkreisen funktioniert, denn hier im Kolpinghaus ist man bemüht, Liebe, Glaube, Hoffnung und Toleranz wirklich zu leben.

 
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Info & Kontakt

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Das Kolpinghaus „Gemeinsam leben“ Wien-Leopoldstadt (Stationäre Pflege und betreutes Wohnen) und die Mutter-Kind-Einrichtung (MUKI) werden gefördert aus Mitteln der Stadt Wien („Fonds Soziales Wien“)